Teletherapie in der Logopädie: Voraussetzungen, Ablauf und Vorteile

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Zusammenfassung

Teletherapie in der Logopädie ermöglicht die Durchführung logopädischer Behandlungen per Video und stellt eine sinnvolle Ergänzung zur klassischen Präsenztherapie dar. Sie eignet sich insbesondere für Patient:innen, bei denen bestimmte Therapieinhalte ortsunabhängig umsetzbar sind. Voraussetzung ist ein erster Termin vor Ort, in dem Anamnese, Befund und Aufklärung erfolgen. Zudem müssen Patient:innen organisatorisch in der Lage sein, Unterlagen selbstständig zu unterschreiben und digital zu übermitteln.

Für die Teilnahme werden ein internetfähiges Gerät, stabile Internetverbindung, Kamera, Mikrofon und ein ruhiger Raum benötigt. Teletherapie ist besonders für Jugendliche und Erwachsene geeignet, die sicher im Umgang mit Technik sind und Termine zuverlässig wahrnehmen. Ob diese Therapieform sinnvoll ist, wird im Erstgespräch individuell entschieden.


Was ist Teletherapie in der Logopädie?

Teletherapie bezeichnet eine Form der logopädischen Behandlung, bei der sprach-, sprech-, stimm- oder schlucktherapeutische Inhalte per Video durchgeführt werden. Sie ergänzt die klassische Präsenztherapie in der Praxis und ermöglicht eine ortsunabhängige Versorgung. Voraussetzung ist, dass die Therapieform fachlich geeignet ist und alle organisatorischen sowie rechtlichen Vorgaben erfüllt werden.

Welche logopädischen Leistungen können online durchgeführt werden?

Im Rahmen der logopädischen Teletherapie können verschiedene therapeutische Inhalte per Video erfolgen, darunter:

  • Sprachtherapie

  • Sprechtherapie

  • Stimmtherapie

  • Schlucktherapie (in ausgewählten Fällen)

  • Beratungsgespräche

  • Anleitung zu Übungen

  • Verlaufskontrollen

Die Inhalte werden individuell und indikationsbezogen ausgewählt.

Rechtliche Grundlagen der Teletherapie

Teletherapie ist grundsätzlich zulässig, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:

  • Gültige ärztliche Verordnung

  • Therapeutische Eignung der Behandlung per Video

  • Ersttermin in Präsenz, inklusive Anamnese, Befunderhebung und Aufklärung

Patient:innen müssen Unterlagen wie Behandlungsvereinbarungen oder Terminbestätigungen selbstständig unterschreiben und digital übermitteln können. Alle datenschutzrechtlichen Vorgaben (insbesondere DSGVO) werden eingehalten.

Technische Voraussetzungen

Für die Teilnahme an der Teletherapie benötigen Patient:innen:

  • Internetfähiges Endgerät (Computer, Tablet oder Smartphone)

  • Stabile Internetverbindung

  • Mailzugang

  • Funktionierende Kamera und Mikrofon

  • Ruhigen, ungestörten Raum

Die Sitzungen finden über eine datenschutzkonforme Videoplattform statt.

Für wen eignet sich Teletherapie?

Teletherapie eignet sich für Patient:innen, bei denen eine Behandlung per Video sowohl fachlich sinnvoll als auch organisatorisch umsetzbar ist – insbesondere für:

  • Erwachsene und Jugendliche mit ausreichender technischer Selbstständigkeit

  • Personen mit guter Konzentrationsfähigkeit

  • Patient:innen, die zuverlässig Termine wahrnehmen

  • Menschen, die Unterlagen digital übermitteln können

Ob Teletherapie im individuellen Fall geeignet ist, wird im Ersttermin in der Praxis entschieden.

Fazit

Teletherapie stellt eine moderne und flexible Ergänzung zur klassischen Präsenztherapie dar. Sie ermöglicht eine ortsunabhängige Versorgung und bietet sich besonders für Patient:innen an, die sicher im Umgang mit Technik sind und deren therapeutische Ziele digital gut unterstützt werden können. Sind alle fachlichen, technischen und rechtlichen Voraussetzungen erfüllt, bietet Teletherapie eine wertvolle Erweiterung der logopädischen Behandlungsmöglichkeiten.

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